Geh früh los, wenn Nebel über dem glatten Wasser schwebt und erste Ruderzüge leise Fächer ziehen. Folge dem Ufer, halte an bemoosten Wurzeln, beobachte Wasserringe. Lass dich vom Takt deiner Schritte wiegen. Setze dich schließlich ans flache Ende, Hände im Schoß, Augen geschlossen. Du wirst spüren, wie Weichheit und Klarheit gemeinsam atmen.
Der Fichten- und Lärchenwald auf Pokljuka duftet nach Harz und Sonnentau. Die Wege sind breit, doch das Geheimnis liegt im Verweilen: Handflächen an die Stämme, Blick in schimmernde Farne, Ohr an das Rascheln der Nadeln. Nimm dir Zeit, mit dem Schatten zu gehen, bis du bemerkst, wie die innere Uhr langsamer, freundlicher tickt.
Suche die ersten Sonnenstrahlen, die zwischen Felsen tanzen und Wasser zu funkelnden Fäden spinnen. Halte am Rand einer Schlucht inne, atme den kühlen Duft von Stein und Moos. Lausche dem Vielklang aus Tropfen, ferne Rufe, Flügelschlägen. Solche Klangteppiche tragen, als würden sie Geschichten der Berge singen, sanft, alt, vertrauensvoll.





